WELCOME IN A OTHER VERSION OF REALITY

Mittwoch, 7. Januar 2015

Der den Hai reitet ..

geschrieben von Steven Black:

Man möchte es fast nicht glauben, aber gestern Abend wurde ich von einem Hai in meiner Badewanne angegriffen. Ja! Ist das denn zu fassen? Da denkt man nix Übles, lässt sich ein feines Vollbad ein, ich lege Liebevoll meine kleine Quietsch Ente dazu und dann sowas. Nichts hat mich auf diese bizarre Situation vorbereitet.
imageIch meine, ich habe mit allem gerechnet, aber damit nicht. Vorbereitet war ich auf Ebola, Al Kaida, IS-IS, daß die CIA bei mir zu Hause einfällt, die Illuminati meine Hausbank übernehmen, oder Kiew Atombomben auf meinen Stromlieferanten wirft und mich dann im Dunklen sitzen lässt. Jaaaa, mich ganz persönlich! 

Okay, ich weiß, das sind alles schwierige Situationen, aber ich bin drauf vorbereitet – die sollen sich nur trauen. Das würde ich dann aber sehr krumm nehmen ..
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Da sitze ich nun also nichts Böses ahnend in der Badewanne und arbeitete gerade einen genialen Schachzug aus, wie man die katholische Amtskirche benutzen könnte, um die FED zu veranlassen weniger Dollars zu drucken, als dieser Abgrundtief böse, wirklich fiese Hai mein Lavendel Badewasser zu versiffen begann. 

Ich traute meinen Augen nicht! Hin und hergerissen zwischen Unglauben und bangem Entsetzen, zwischen der mentalen Strategie, die Realität zu leugnen und dem verlockenden Wunsch zu erlegen, das niederträchtige Grinsen des Hais mit dem Lächeln von Barack Obama zu verwechseln, setzte jedoch umgehend mein Überlebensinstinkt ein. 

Wer würde das nicht verstehen? Klar, Obama wäre ein weit geringerer Gegner gewesen, den hätte ich in Nullkommajosef erledigt. Meinetwegen könnte sich das gesamte, politische Gruselkabinett von Amerika und Europa in meiner Wanne tummeln, ich wüsste schon, wie ich damit umzugehen hätte. Erstmal Miete verlangen und dann an die lange Leine legen … 

Na gut, mit vollem Karacho pflügte der Hai in meine Richtung und wie er bereits mein gesamtes Blickfeld ausfüllte, konnte ich jäh meine Lähmung abschütteln und mit einer gekonnten Drehbewegung ausweichen. Die in seinem Kiel brausende Welle nahm mir fast den Atem und drückte mich hart an den Rand der Badewanne. Verzweifelt überlegte ich, was ich als Waffe gegen ihn einsetzen könnte. Doch da war einfach nichts als Wasser und Lavendel Duft. Ich hätte mich ohrfeigen können! 

Wieso hatte ich mich nicht besser vorbereitet? Im Laufe der letzten Jahre habe ich gegen jeden nur möglichen Feind und Fremdbedrohung eine Strategie entwickelt. Völlig egal, ob das die Schweinegrippe, die Taliban, oder die Apokalypse wäre. Aber wer kommt schon auf einen Hai in der Badewanne? Das ist wirklich perfide.

Nun kam er schon wieder angepflügt. Das Maul weit aufgerissen, mit einem selbstgefälligen Siegesgrinsen im Gesicht und ganz offensichtlich bereit mit dem Herumspielen aufzuhören, und mir endgültig den Garaus zu machen. Im Angesicht diese realen Gefahr wurde ich ganz ruhig, ich war wie Eis und wartete bis zur letzten Sekunde. Als der Hai nun beschleunigte und ich mir über die Richtung seiner Bewegung relativ sicher sein konnte, tauchte ich gerade noch rechtzeitig unter ihm weg.

Mit dem Mut des Todgeweihten klammerte ich mich an seiner, an mir vorüberziehenden Schwanzflosse fest, den gnadenlose Sog ignorierend, den er aufwirbelte und setzte mich mit einer herzhaften Sprungbewegung auf seinen Rücken und schlug, so gut ich nur konnte, mit aller Kraft auf seinen Rücken ein. 
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Unnötig zu sagen, das ich es war, der in Schwierigkeiten kam. Mit der Eleganz eines Schweizer Bankiers, der gerade im Begriff ist einem Kunden wertlose Aktienpapiere aufzuschwatzen, indem er geduldig erklärt, daß die Erde keine Scheibe und ganz sicher nicht Rund, sondern quadratisch wäre, tauchte der Hai immer wieder auf und stach Kerzengerade wieder in die Badewanne. 

Damit ließ er meine Tollkühne Tat lächerlich wirken, ich fühlte mich irritiert und irgendwie blamiert. War ich denn so leicht zu durchschauen? Nur mit Müh und Not, mit letzter Kraft, konnte ich meine Position auf seinem Rücken halten. Doch sehr lange konnte ich nicht mehr aushalten, so viel war mir klar. Also, was nun? 

Während ich noch fieberhaft überlegte, setzte der Hai zu einem Hüftschwung an, der jeder Sexgöttin zur Ehre gereichen würde und wirbelte mich wie ein lästiges Spielzeug von seinem Rücken. Der Aufprall auf dem Wasser nahm mir den Atem, und ich wurde wie mit einer Faust unter Wasser gedrückt. Mit letzter Energie strampelte ich mich zurück an die Oberfläche, wo Sauerstoff und ein sardonisch dreinblickender Hai mich begrüßten. 

Müde und ausgelaugt blickte ich ihm entgegen. Ich hatte keine Kraft mehr und dieser verdammte Hai wusste es. Dies sah man seinen Augen an, die von Triumph erfüllt glühten. In Gedanken zerlegte er bereits das ermattete Frischfleisch vor ihm, teilte es in kleine Appetithäppchen und gedachte mich nun endlich zu verspeisen. In einem kurzen Moment, geistiger und vollkommener Klarheit, schimmerte ein Hoffnungsfunke zu mir durch. 

War es möglich, daß ich mir dieses blöde Vieh einfach nur einbildete? Genau, woher kam es denn so urplötzlich her? Mitten in meiner Badewanne! Also gut, noch einen Versuch – so dachte ich mir. Mit aller Vorstellungskraft die ich mobilisieren konnte, blendete ich den Hai einfach aus und sagte laut das Mantra: “Es gibt keinen Hai in meiner Badewanne. Es gibt keinen Hai in meiner Badewanne. Es gibt keinen Hai in meiner Badewanne …”

Nette Idee. Dummerweise roch in mittlerweile den fauligen Gestank, der aus dem halboffenen Maul von dem Hai ausströmte. Okaaaaaaaaaaaay, das war wohl nichts. Bei der nächsten Konferenz der Haifische wird mich dieser Hai wohl als sein dämlichstes Opfer beschreiben. 

Na schön, also ist der Kerl vermutlich echt. Pech für mich. Nun wusste ich nicht mehr weiter. Resigniert senkte ich meinen Kopf, gab einfach auf. Ganz langsam, fast sanft pflügte der Hai auf mich zu und öffnete immer weiter seinen hungrigen Rachen. Sein Ziel fest im Blick und … und dann starb ich. Einfach so, ich starb, bevor ich sterben sollte. 

Ich starb und wurde wiedergeboren. Überrascht riss ich meine Augen auf und sah den Hai, der mein gesamtes Sichtfeld einnahm und sich nur wenige Meter vor mir auftürmte. Da sah ich am Rande der Wanne etwas – ich hatte es ganz vergessen. Frische Hoffnung durchpulste mich und ich griff mit neuer Kraft nach der Waffe, die ich bisher übersehen hatte. 
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Beherzt ergriff ich meine Quietsch Ente, holte weit mit meiner Rechten Hand aus und ballerte die Quietsch Ente mit aller Kraft deren ich fähig war, mitten auf seine dicke Nase. Mit einem “Quääääck” Ton prallte sie davon ab und segelte zu mir zurück.

 Reaktionsschnell fing ich sie auf und wieder warf ich sie auf seine Nase. Erneut prallte sie mit einem “Quäääck” ab, kam zu mir zurückgesegelt, ich fing sie und warf wieder. Das ging noch viele Male so – “Quäääck, “Quäääck,“Quäääck,“Quäääck, Quäääck, Quäääck, Quäääck, “Quäääck”…

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Wie ein Berserker warf ich, fing und warf wieder. Und wieder, und wieder. Ich fühlte mich überhitzt, wie eine M 61 Vulcan Gatling-Kanone, die Tod und Verderben bringend ihre 7.62 x 51 mm NATO Munition verschießt. 

Woher ich die Energie nahm, das weiß ich nicht, aber nach einer halben Stunde werfen und “Quäääck” Tönen hatte ich ihn soweit: Eine dicke Beule auf seiner Nase zeugte von der Macht meiner Quietsch Ente! Und ganz plötzlich, ich weiß nicht wie – verschwand der olle Kaspar wieder. Dorthin, wo er vermutlich hergekommen war.

YEAH!! Ich hatte gewonnen! Meine Quietsch Ente an die Brust drückend, jubelte ich laut und feierte meinen, of course, verdienten Sieg. Ich weinte und ich lachte, ich konnte es einfach nicht fassen. Ich lebte! Später würde ich mich zwar mit einigen Konsequenzen herumschlagen müssen, aber um es mit den Worten der unvergesslichen Scarlet O’Hara zu sagen: “Tomorrow is another day.” 

Das mag einmal gelungen sein, aber wird sicher kein zweites Mal passieren. In meine Badewanne kommt garantiert kein Hai mehr, soviel ist sicher. Ich erwäge ernsthaft, einen Stacheldraht Zaun quer durch die Wohnung und rund um die Badewanne zu wickeln. Sicher ist sicher!

Plötzlich öffnete sich die Badezimmer Tür und meine Frau rief: “Was ist denn los, was machst du da eigentlich für ein Geschrei?”

“Ich wurde grade von einem Hai attackiert, aber ich habe ihn besiegt!” verkündete ich mit strahlendem Gesicht und mit einer Hand die Ente wedelnd. 

imageSie zog bloß eine Augenbraue hoch und meinte: “Das ist fein Schatzi, komm, Essen ist fertig”. Typisch, da hat Mann grade etwas Außergewöhnliches vollbracht, und was meint Frau dazu? “Das ist fein Schatzi” .. 

Verdammt, ich hab den Verdacht, die glaubt mir kein Wort. Wenn nächstes Mal irgendwer ungefragt in meiner Badewanne auftaucht, da halte ich ihn als Beweismittel solange fest, bis Frau gefälligst ihre Bewunderung kund tut. Ich meine, wo sind wir denn hier!

Okay, was solls, geh ich halt Essen .. 

MERKE: Wenn du in die Badewanne gehst, vergiss die Quietsch Ente nicht! Es könnte den Unterschied zwischen Leben und Tod bedeuten.

Disclaimer: Dieser Text ist allen irrationalen oder unbegründeten Ängsten und Sorgen gewidmet, den Hauptfeinden der Menschheit.
Until next time same station ..
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@Steven Black
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Über mich

Innsbruck/AUSTRIA, Austria
Ich bin ein normaler Kerl, mit dem man jederzeit ein Bier trinken kann. Wie jeder andere von uns Menschen, der seinen Verstand noch nicht bei der Neuen Weltordnung abgegeben hat, missfällt mir was ich sehe. Einige werden möglicherweise zum ersten Mal hören, das die Welt in der sie leben anders verwaltet wird, als uns erzählt und in den Schulen gelehrt wurde. Diese sogenannte geheime Informationspolitik, erstreckt sich auf alles Wissen das uns weiter bringen, oder in unserem Da-Sein unterstützen könnte. Meine Intention ist es keine Angst oder Panik zu schüren, sondern korrekte Informationen zu vermitteln, so gut ich es vermag. Diese Welt wird durch die okkulte ELITE gesteuert, dabei nützen sie die Erkenntnisse sowohl der high-tech Wissenschaft, als auch Esoterisches Geheimwissen der alten Zeit. Möglicherweise werden einige Dinge gesagt werden, die man eventuell schwer annehmen kann, aber das macht nichts. Lest einfach so, wie es euch beliebt, und wie es euch geeignet erscheint. Behaltet, was ihr für einleuchtend befindet, und verwerft das andere einfach.

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