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Freitag, 9. Januar 2015

Die Flucht ..

geschrieben von Steven Black:
 Im Laufe des Lebens haben die meisten Menschen vielleicht heftige, negative erlebte Erfahrungen gemacht und dadurch gelernt, was Schmerz ist. Die Verdrängung und Abspaltung von Schmerzerfahrungen ist fast schon obligatorisch, weil wir dies ja nicht fühlen möchten. Und damit spaltet man einen Teil von sich Selbst ab, der nicht mehr wirklich am Leben teilnehmen kann, weil er “eingefroren” wurde. Das schafft eine Art leeren Raum in dir, der mit der Zeit ganz schön groß werden kann.
 
Ich persönlich habe, wie die regelmäßigen Leser wissen, eine ganze Menge an negativen Erfahrungen gemacht und von daher weiß ich ganz genau, daß ich dabei Teile meines Selbst “verloren” habe. Einen Grund zum jammern habe ich nicht, was diese Lebenserfahrungen betrifft. Im Gegenteil, im Laufe meiner Transformationsarbeit zeigte sich, je mehr meiner Teile und ihre Erlebnisse ich anschauen konnte, das hier Weisheit gebunkert wurde. 

Man kann eine Vielfalt von Einsichten bekommen, wenn sogenannte negative Erfahrungen integriert werden. Schmerz mag dafür nicht unbedingt nötig sein, aber für eine Mehrheit der Menschen schon. Schmerz ist ein Signal, das einiges falsch läuft. Und je weniger wir darauf hören, desto mehr wird möglicherweise davon akkumuliert – bis man es nicht mehr verdrängen kann. Schmerz kann also eine Ressource sein, um zu kapieren, daß man auf dem falschen Weg ist.  

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Angenommen da ist ein Mensch, der täglich seine regelmäßige Runde Dauerlauf macht. Und während er so dahinjoggt, wandern seine Gedanken ab und er überlegt, was er seiner Frau zum Geburtstag kaufen soll. Eine Handtasche? Neue Schuhe? Er stellt sich vor, wie sexy sie in einem neuen Kleid aussehen würde – BOING, unser Dauerläufer ist grade auf die Schnauze gefallen. 

Das hat weh getan und dieser Schmerz erinnert ihn daran, daß, wäre er anwesend geblieben und mit dem Fokus auf dem Laufweg, dann hätte er den hinterlistigen Stein gesehen, dem sein Fuß nicht ausweichen konnte und ihn stürzen ließ. “Blöder Stein, kann der nicht aufpassen?” 

Wie man sieht, Schmerz kann eine wertvolle Ressource sein!  

Mein Drama begann mit der Geburt, ich war, was man ein gewolltes Wunschkind nennt, aber “das Leben” hatte andere Pläne mit mir. Für einige Leser wird dies ne Wiederholung sein, doch für den Zweck des Beitrages muss ich es erwähnen. Es brach Typhus auf der Säuglingsstation aus und die Folge war, daß alle Babys von ihren Müttern getrennt wurden und in eine 3 Monatige Quarantäne kamen. Das bedeutet, mein erster Imprint war: “Ich werde verlassen” .. 

Erlebt ein Kind Umstände, in denen es keine Kontinuität von Annahme und Geborgenheit durch die Eltern gibt, oder wo es sich nicht darauf verlassen kann, dann kann ein UrMisstrauen die Folge sein. Diese frühe Zeit der menschlichen Entwicklung prägt jeden von uns mehr als zumindest allgemein bekannt ist. Es ist wie ein Stempel, dessen Prägung uns das ganze Leben hindurch begleiten wird. In diesem Zusammenhang ist die Beziehung zwischen Kind und Mutter und die Bindung, die damit einhergeht am wichtigsten. 

Es gab zwei weitere solcher Imprints, den zweiten mit 1,5 Jahren, den dritten mit 4,5 Jahren, wo ich wieder für jeweils 1, 5 Jahre weggegeben wurde, weil meine Alleinerziehende Mutter arbeiten musste. Für das Kind ist das allerdings nichts anderes wie VERRAT, es fühlt sich ungeliebt, nicht gewollt und verstoßen, ungeachtet diverser realer Lebensanforderungen, die an die Mutter gestellt wurden. Es fühlte sich emotional verletzt und wusste nicht, wie es damit umgehen soll. Es fühlte sich Orientierungslos und Misstrauen war die Folge ..

Um solche und ähnliche Situationen zu handhaben, spaltet es diese schmerzvollen Erfahrungen von sich ab und “verdünnt” den Fluß emotionaler Eindrücke. Es wird eine Art Wand zwischen Emotionalkörper und Mentalkörper errichtet. Das führt im weiteren dazu, sich immer weniger auf Erfahrungen einzulassen, die primär mit den Emotionen zu tun haben, aber die Physis miteinbezieht. Denn es wurde physisch erlebt. 

In meinem Fall führte es später zu schwerer Drogenabhängigkeit und Kriminalität. Ich kehrte der gesamten Gesellschaft den Rücken und landete in einer Subgesellschaft mit eigenen Regeln, die allerdings nicht weniger restriktiv waren. 

Es war eine Weigerung, mich auf das Leben und die Physikalität im besonderen einzulassen. Ich wollte nicht DA sein, ich fühlte mich nicht geerdet und fremd, in dieser sogenannten menschlichen Gesellschaft.
Die Wahrheit ist natürlich, daß ich nicht nur der Gesellschaft, sondern vor allem mir selbst den Rücken kehrte. All dem erlebten, abgespaltenem und was ich irgendwie nicht imstande war auszuhalten. 

Der Gesellschaft schob ich den “schwarzen Peter” zu, als mentale Begründung und Rechtfertigung. Irgendjemand muss ja Schuld sein, nicht? 

Und das glaubt man selbstverständlich auch noch selber, was natürlich “seiner Majestät”, unserem “strategischen Selbst” geschuldet ist. Es ist emsig in seinem Bestreben, uns mit allerlei Blödsinn und Gewäsch zu füttern, weil es uns damit betäuben will. Er will uns nämlich schützen, uns vor tiefgreifenden, wirklich unangenehmen Wunden abschirmen, wie etwa unseren diversen Themen.

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Interessant genug, in einer “Penta Design®” Analyse zeigte sich, daß meine persönliche Kernwunde der physische Körper ist. Das ist nicht irgendeine Analyse, die über erhaltene Informationen gemacht wird, die man persönlich benennt. Im “Penta Design®” ist das energetische, persönliche System als Matrix auslesbar. Ich kann jedem empfehlen, eine solche Analyse mal zu machen. Man versteht dadurch sehr viel mehr von sich selbst.

Das “Penta Design®” ist eine Integration von alten Wissenssystemen, wie dem Chakrensystem, I Ging und der Astrologie und kommt ursprünglich aus dem “Human Design System®”. In meinen Augen ist dieses System sehr Aussagekräftig und zutreffend. 

Was bedeutet, das ist die Anlage, mit der ich inkarnierte. Es ist der Original Imprint in meinem Energiesystem, also eine Lernaufgabe, und daraus resultierten wohl meine Kindheits – und weiteren Lebenserfahrungen. Die physisch erlebten Eindrücke sollten mir dies verdeutlichen. Was IN mir ist, musste sich im Äußeren zeigen. 

Andere Menschen mögen unterschiedliche Erfahrungen erleben, aber vielen ist gemeinsam, daß sie als Folge von erlittenem Schmerz, eine große Distanz zum physischen Leben und Menschen an sich aufbauen.

Kennt ihr das? Du triffst einen Bekannten auf der Straße und redest n paar Takte mit ihm, aber du stellst fest, du könntest genauso gut auch mit der Wand gegenüber Reden. Der(oder diejenige) ist ganz woanders.  Da ist niemand der zuhört, geschweige denn Antworten gibt. Es werden zwar Worte gewechselt, doch ihr Inhalt hat wenig mit dem Gesagten zu tun. Dir steht zwar jemand gegenüber, aber wer ist dort grade anwesend? Möglicherweise niemand, den du kennst .. 

Man redet so oft von Besetzungen und bösen Geistern, die dem Menschen das Leben schwer machen. Und dann geht man vielleicht zu eine(r)m Geistheiler(In) und will, daß die das wegmachen und entsorgen. Okay, einige machen das, oder versuchen es zumindest. Das klappt auch oft – doch Schwuppsdiwupps – schon bald ist der nächste ungebetene Gast anwesend. Schon klar, natürlich ist der/die Geistheiler(in) ne Niete und versteht nichts von dem Fach. Zumindest erzählt man es dann so .. 

Aber der Punkt ist natürlich, daß es wenig nützt Besetzungen wegzumachen, wenn der betreffende Mensch sein Leben nicht ändert. Die ganzen Energetiker können nur helfen, doch die Hauptverantwortung haben wir ganz persönlich. Je mehr abgespaltene Teile und Erfahrungen wir haben, desto mehr leerer Raum ist vorhanden.
Wir nützen dieser Räume nicht mehr, aber andere Wesen sind daran sehr interessiert. 

Diese Abtrennungen hinterlassen Risse in unseren Energiefeldern und dies sind die Tore, die es ungebetenen Gäste erst ermöglicht einzutreten. Fremdenergien sind keine Seltenheit, sondern für eine Mehrheit von Menschen eher der Normalfall.  

Also wird man besser beraten sein, sich zuerst seine abgespalteten Teile wieder zurückzuholen. Sie wieder ins Leben integrieren, am Leben teilhaben lassen. Sich seine negativ erlebten Erfahrungen anzuschauen, sie zu fühlen, sie zu verstehen und anzunehmen. Transformation ist Integration, nichts verschwindet – Puff, einfach so. Doch die Energie, mit der der eingefrorene Inhalt festgehalten wird, kommt zu dir zurück und du bekommst ein tieferes Verständnis von dem warum, wieso und weshalb.  

Alle Teile von uns sollten zurückgenommen werden und den Körper wieder bewohnen. Nur weil wir imstande sind zu gehen, zu reden und zu denken, bedeutet dies lange noch nicht, daß wir voll im Körper sind. 

Im Grunde ist unsere ganze Gesellschaft ständig dabei sich ablenken zu lassen. Sobald das persönliche Unbehagen ein gewisses Level übersteigt, Schwupps, wandern wir nur zu bereitwillig ab und beschäftigen uns mit was anderem. Man guckt Fernsehen, redet irgendwelchen Smalltalk. Wir laufen mentalen Hamsterrädern nach, wir malen uns Zukunftsbilder aus, was wäre wenn, wir driften in die Vergangenheit, aber wir sind nicht in der Gegenwart. Wir führen Gespräche im Kopf, sind nicht wirklich im Körper, wir fühlen uns selbst zu wenig. Wir flüchten .. 

In der spirituellen Community kann man oft ähnliches beobachten. Man weiß vieles über Bewusstsein, über Energiefelder und Dimensionen, Engel, diskutiert über die “Einheit allen Seins”, aber was oft fehlt ist Erdung. Wirklich im physischen Körper zu sein. Unser Geist, unser Spirit, unser Energiefeld und andere Ressourcen, die wir haben, sind nicht ausreichend. Es braucht Bewusstsein das voll im Körper ist, um wirkliche Transformationsarbeit zu machen. Und wer im Körper ist, dessen energetischer Impact ist weitaus stärker und nachhaltiger erfahrbar. 

Die physische Inkarnation herabzuwürdigen ist wirklich nicht Zielführend, so schwierig die menschliche Erfahrung manchmal sein kann. Deswegen sage ich gerne, dieser sogenannte “Aufstieg” ist eher ein Abstieg. Denn wenn wir fähig sind, alles von uns hereinzuholen, hier runterzuholen, dann herrje, werden wir wirklich unglaublich kraftvolle Menschen sein. Die menschliche Power kommt von Innen und geht nach Außen. Der physische Körper ist das Kraftwerk, über den die Power läuft. Je mehr wir Anwesend sind, desto kraftvoller sind wir. 

Es ist nicht meine Absicht, daß sich hier jemand gehaut fühlt. Das liegt mir so fern wie sonstwas, immerhin habe ich das meiste wovon ich hier erzähle, selber erlebt und durchgemacht. Es war nicht einfach für mich, den Weg zu mir Selbst zurückzugehen und mich mit all dem erlebten Scheixx auseinanderzusetzen. Aber ich kann jetzt sagen, daß mir nie etwas besseres hätte passieren können. Of course, dieser Weg ist noch nicht zu Ende, sondern ein ständig laufender Prozess.  

Und wie macht man das, wie kommt man wieder in den Körper?

Um wirklich IN sich Anwesend zu sein, muss man sich sicher fühlen. Nun ja, auch das passiert nicht von heute auf Morgen, auch das braucht etwas Zeit und Integration. Der Alltag, Arbeit, Einkaufen, diverse Pflichten, etc. – das kann uns schnell von uns Selbst entfernen. 

Aber man kann beginnen zu trainieren und sich dafür entscheiden, bei sich zu bleiben. Das ist ein Anfang. Ich frage mich dann manchmal, wo hüpfe ich gerade herum? Wo bin ich grade? 

Und stelle ich dann fest, ich bin grade überall, nur nicht im Körper, dann verbinde ich mich wieder und fühle meinen Körper. Die Füße, Beine, Hände, die Wärme, alles. Das holt mich wieder rein. 

Was ich dazu wirklich stark empfehlen kann, sind die TRE Übungen und die “Bio-Energetischen Übungen”, welche  als Teil der Bioenergetik entstanden – einer Lehre nach Alexander Lowen, der ein Schüler von Wilhelm Reich, einem der wesentlichen Begründer der Körperpsychotherapie war.

Bei fortgesetzt erlebten, emotional andauernden Stress, kommt es zu einer chronischen Verspannung mit enormen Auswirkungen auf die körperliche, geistige und emotionale Konstitution und Gesundheit. Das durch die TRE Übungen ausgelöste “neurogene Zittern” entlässt das erlebte und angesammelte Unbehagen aus den Muskeln, Zellen und Knochen. Dies dauert seine Zeit, aber nach etwa einem Monat regelmäßiger Durchführung, fühlt man sich schon völlig anders im Körper. 

Die Bio Energetischen Übungen stimulieren den Fluss in den Meridianen, den bekannten Energiekanälen in unserem Körper und brechen Panzerungen auf. Ein anderes hilfreiches Werkzeug kann EFT sein. Ihr wisst schon, diese energetische Klopfgeschichte. Versucht mal ne Zeitlang, gleich nach dem aufstehen eine Klopfrunde mit dem Satz einzulegen: “Ich entscheide mich, vollkommen Anwesend und im Körper zu sein”. 

Abschließend möchte ich noch ne andere Übung empfehlen, auch die sollte auf regelmäßiger Basis erfolgen. Die ist wirklich sehr einfach, aber hat ebenfalls einen kumulierenden, positiven Effekt. Wenn ihr im Bett seid, fühlt euren Körper, die Wärme – alles davon, so gut ihr könnt. Verbindet euch mit eurem physischen Herzen und legt das Gefühl von Dankbarkeit hinein. Strahlt dann diese Dankbarkeit in euren ganzen Körper aus, bedankt euch bei ihm. 

Die Partikel des physischen Körpers sind eine Leihgabe der Erde, und wie wir wissen, gehen die irgendwann wieder dorthin zurück. Ich denke, wir haben alle Grund genug für Dankbarkeit. Was unsere Körper so alles mitmachen und wie sie uns durch alle möglichen Erfahrungen hindurchtragen, das ist der totale WOW! 

Ansonsten sind alle Sportarten gut, Gartenarbeit, Waldspaziergänge, einfach physische Bewegungen. Das bedeutet zwar nicht, wir werden nie wieder Unbehagen, aka Diskomfort spüren. Tut mir leid, falscher Planet, falsche Inkarnation, falsche Idee. In diesem Leben werden wir das immer wieder spüren. 

Aber wir dürfen uns wieder daran erinnern, daß wir fähig sind mit Unbehagen, Diskomfort oder Negativität umzugehen und es zu transformieren. Indem wir die Gefühle nicht wegdrücken, nicht abspalten, sondern lernen sie wahrzunehmen und auszuhalten. 

Until next time same station ..
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Quellennachweise:
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@Steven Black
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Über mich

Innsbruck/AUSTRIA, Austria
Ich bin ein normaler Kerl, mit dem man jederzeit ein Bier trinken kann. Wie jeder andere von uns Menschen, der seinen Verstand noch nicht bei der Neuen Weltordnung abgegeben hat, missfällt mir was ich sehe. Einige werden möglicherweise zum ersten Mal hören, das die Welt in der sie leben anders verwaltet wird, als uns erzählt und in den Schulen gelehrt wurde. Diese sogenannte geheime Informationspolitik, erstreckt sich auf alles Wissen das uns weiter bringen, oder in unserem Da-Sein unterstützen könnte. Meine Intention ist es keine Angst oder Panik zu schüren, sondern korrekte Informationen zu vermitteln, so gut ich es vermag. Diese Welt wird durch die okkulte ELITE gesteuert, dabei nützen sie die Erkenntnisse sowohl der high-tech Wissenschaft, als auch Esoterisches Geheimwissen der alten Zeit. Möglicherweise werden einige Dinge gesagt werden, die man eventuell schwer annehmen kann, aber das macht nichts. Lest einfach so, wie es euch beliebt, und wie es euch geeignet erscheint. Behaltet, was ihr für einleuchtend befindet, und verwerft das andere einfach.

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